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Datum: 02.11.2020

Netflix‘s „The Crown“ und Russlands „Väterchen Frost“ an der Gesamtschule Friedenstal

Shakespeare Workshop mit Netflix Darsteller Julius D’Silva und Märchenstunde mit dem Märchenerzähler an der Gesamtschule Friedenstal durchbrechen den strengen Corona-Alltag, als es vor dem Lockdown noch ging.

„Derzeit ist es keiner Schule möglich, mit den Klassen ins Theater zu gehen oder aber ein Museum zu besuchen. Da wir die Kultur nicht besuchen können, muss diese eben zu uns kommen“, sagt Nicole Fiedler, Schulsozialarbeiterin an der Gesamtschule Friedenstal und hat den Märchenerzähler in die Schule eingeladen.
Der gebürtige Berliner Martin Kuske ist gelernter Bibliothekar und seit seinem 40. Lebensjahr ist er Märchenerzähler aus Leidenschaft und mit ganzem Herzen dabei. Der angenehme Ton einer Klangschale signalisiert den Schülerinnen und Schülern der Klasse 5a, dass sie sich entspannt zurücklehnen und die Erzählung genießen dürfen. Die vielen Corona-Regeln, an die sie ständig denken müssen, rücken für eine Weile in den Hintergrund und eine spannende andere Welt zieht sie in ihren Bann. Kuske erzählt die Märchen „Das Eselein“ der Gebrüder Grimm, „Väterchen Frost“ aus Russland, sowie „Der Königssohn und der Bär, ein serbisches Märchen.

Während die Jüngeren Märchen erzählt bekommen, lernen die Schülerinnen und Schüler des Englisch Leistungskurses der Q2 von Franziska Graf, wie man den großen Erzähler William Shakespeare lesen und verstehen kann. Julius D’Silva, Schauspiellehrer der Royal Shakespeare Company in London, der unter anderem in der angesagten Netflix-Serie „The Crown“ mitgespielt hat, erklärt, dass man seinen eigenen Herzschlag spüren soll, während man in die Stücke von Shakespeare eintaucht und fordert die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops auf, mit der Hand im Rhythmus des Herzschlages auf den Brustkorb zu klopfen und dabei laut die Zeilen aus Macbeth vorzulesen. Am Ende des Workshops sind die Schülerinnen und Schüler regelrechte Fans von Shakespeare geworden und das in relativ kurzer Zeit.
„Der Schulalltag ist durch die strengen Corona-Maßnahmen stark eingeschränkt und von den Schülerinnen und Schülern wird sehr viel Disziplin verlangt. Es freut mich, dass die Kolleginnen Möglichkeiten gefunden haben das Schulleben aufzulockern, ohne die Sicherheit aller Beteiligten zu gefährden“, sagt Schulleiter Frank Braksiek.

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